Ein Blick zurück
Vor 5 Jahren startete der Erpobungsfonds. Eine Erfolgsgeschichte. Schon heute haben 35 Projekte und Initiativen von dieser unkomplizierten Förderung profitiert.
2024 dann sagte die Synode Ja zum Konzept und den Finanzen für den Gestaltungsfonds. Initiativen, die sich bewährt haben und Wirkung ausweisen können, erhalten dadurch für drei weitere Jahre eine Förderung, um sich zu entwickeln.
Der letzte Schritt auf dem Weg zu einem sinnvollen langfristigen Förderungssystem für kirchliche Innovationen in, mit und neben den Kirchgemeinden, gestaltet sich am anspruchsvollsten: Einen Platz in oder nahe bei unserer Kirche zu gestalten, in dem im Rahmen der Förderung entstandene überzeugende alternative Formen, die ein hohes Potential für eine dauerhaftere kirchliche Präsenz in der Gesellschaft aufweisen, angemessen Raum, Wahrnehmung und Unterstützung finden können.
Viele offene Fragen standen am Anfang
2025 gab der Synodalrat den Auftrag zur Entwicklung dieser «dritten Förderungsphase». Und da waren zuerst mal ganz viele offene Fragen, gesammelt auf einem beängstigend grossen Kanban-Board. Zum Glück waren da aber auch drei Auftraggebende (zwei Synodalrät:innen – Philippe Kneubühler, Anette Geissbühler – und eine Vertreter:in für die Initiativen – Sandra Bils), die dem Projektteam (Franziska, Ralph, Benjamin, Kurt, Delia) halfen, den Prozess zu strukturieren und immer wieder Aufgaben aus dem grossen Fundus zu klärender Fragen für die nächste Runde aufgegeben haben. Und da waren viele, die das Projektteam von der Seitenlinie aus unterstützt haben. Und jetzt ist auf der «To-Do-Seite» bereits eine recht grosse Leere eingetreten und auf der «Done-Seite» ein grosser Lagerraum entstanden.
Der politische Weg beginnt
Ja, das Projektteam kommt bald in die Zielgerade.
Modelle für alternative Formen kirchlicher Präsenz sind entwickelt, das Zusammenspiel verschiedener politischer Player ist geklärt, Finanzvorstellungen sind entwickelt, Zeitpläne sind erstellt, rechtliche Fragen sind benannt, Abläufe und Verfahren sind skizziert, viele Annahmen sind getroffen. Viele dieser Fragen wurden in einem Soundingboard diskutiert.
Nach den Sommerferien wird nun das Gremium der Auftraggebenden das Gesamtpaket zur Kenntnis nehmen und, wenn sie mit den Zusammenhängen zufrieden sind, den Auftrag geben, dieses Gesamtpaket dem Synodalrat zu präsentieren und mit diesem das weitere Vorgehen zu klären.
Nach momentanen Planungsstand wird das Konzept in der Sommersynode 2027 präsentiert und diskutiert und in den darauffolgenden Synoden die notwendigen rechtlichen Anpassungen vorgenommen.
Und wenn alles optimal läuft, soll ab 2028, so ist der Plan, ein Gesamtsystem der Förderung alternativer Formen kirchlicher Präsenz existieren, auf dass unsere kirchliche Präsenz in der Gesellschaft im Zusammenspiel zwischen Parochien und diesen alternativen Formen vielseitiger, wahrnehmbarer und spezifischer wird. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter und steiniger Weg.
Das Team Kirche in Bewegung freut sich darauf.